Die Čáslav-Synagoge im maurischen Stil wurde 1899 nach dem Plan des Architekten Wilhelm Stiassny erbaut. Seit 1994 ist es Eigentum der jüdischen Gemeinde in Prag.

Die Synagoge in Čáslav wurde 1899 in nur 6 Monaten nach den Plänen des Wiener Architekten Wilhelm Stiassny im maurischen Stil als Ersatz für eine ältere Bethalle erbaut, die erstmals vor der Mitte des 19. Jahrhunderts erwähnt wurde. Die sogenannte Jubiläumssynagoge in der Jeruzalemská-Straße und die Synagoge in der Leopoldgasse in Wien sind wahrscheinlich auch die berühmtesten in Prag desselben Autors. Der eigentliche Bau wurde vom örtlichen Bauunternehmer František Skřivánek ausgeführt. Bis zum Zweiten Weltkrieg diente es religiösen Zwecken, danach diente es als Lager der Firma Kosmos und ab 1970 als Stadtgalerie. 1994 wurde es der jüdischen Gemeinde in Prag zurückgegeben, die mit der Wiederherstellung seines ursprünglichen Zustands begann.

Die Fassade der Synagoge ist in drei Teile gegliedert. Das Zentrum wird von einem hufeisenförmigen maurischen Bogen dominiert, der auf Doppelsäulen ruht. In der Mitte des Bogens befindet sich eine Rosette mit einem Davidstern. Der Hufeisenbogen wiederholt sich sowohl am Portal als auch an den Fensterrahmen. An der Stelle, an der sich der Davidstern befand, wurde während der sozialistischen Ära ein Stadtwappen des Mosaikkünstlers František Tesař angebracht. Bei der Fassadensanierung im Jahr 2008 wurde das Stadtwappen behutsam entfernt und durch ein Fenster mit einem Davidstern ersetzt. Das Stadtwappen wurde in das Gebäude des Gemeindeamtes im General-Eliáš-Komplex überführt.

Im Innenraum sind die hölzerne Kassettendecke, der mit Stuckgesims verzierte Triumphbogen der Apsis, in dem sich früher der Tabernakel befand, erhalten geblieben. An drei Seiten umgibt eine holzgetäfelte Frauenempore die Bethalle, die mit ornamentaler Malerei geschmückt ist. Die Bauelemente der Synagoge erinnern bewusst an das barocke Rathaus in Čáslav. Insgesamt gab es in der Synagoge 250 Sitzplätze.

Die Synagoge in Čáslav wurde nach einer wichtigen Reparaturphase im Juni 2022 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In der Hauptführersaison vom 1. Juli bis Ende August begrüßte es mehrere hundert Besucher.

Das Hauptziel des Stiftungsfonds Dr. Dagmar Lieblová, die die Reparatur und den Betrieb der Synagoge finanziert und koordiniert, ist die Wiederbelebung dieses Denkmals von europäischer Bedeutung. Die Synagoge kann als soziales, pädagogisches und kulturelles Zentrum sowie als Erinnerung an die jüdische Kultur und die Opfer des Holocaust dienen.

Operator

Stiftungsfonds Dr. Die Dagmar Liebls
Masarykova 111/29
286 01 Čáslav

  • Tel.:+420 603 946 300
  • Email:info@nfdl.cz
  • WWW:https://www.synag…
    Region:Mittelböhmische Region
    Region:Kutnohorsk und Kolínsk
    Stadt:Čáslav
    Tipps für einen Ausflug:Čáslav und UmgebungÖffnungszeiten

Juli August
1.7. – 31.8.
Montag Dienstag GESCHLOSSEN
Mittwoch – Sonntag 10:00 – 16:00 Uhr
Hinweis: Sie können uns auch an folgenden Terminen besuchen: 4. 9. Höfe in Čáslav (geöffnet 13.00-16.00 Uhr) 17. und 18. 9. Tage des europäischen Kulturerbes (geöffnet 10.00-18.00 Uhr) 2. 10. Tage der Architektur (geöffnet 10.00-16.00 Uhr, Führung ab 14.00 Uhr)

Zulassung

Preis: frei

Hinweis: Freiwillig. Alle Beiträge werden für Reparaturen an der Synagoge verwendet.

Dauer

1,0 Stunde

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